Körung

Eine Körung dient zur Auswahl von für die Zucht Tieren. Den Vorgang regeln Gesetze und Vorschriften von Zuchtverbänden.

Gesetze, Verordnungen, Richtlinien:

  • 90/257/ EWG (Zulassung reinrassiger … -ziegen zur Zucht);
  • 90/256/EWG (Methoden der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung…),
  • 90/258/EWG (... Zuchtbescheinigungen für reinrassige … -ziegen ...),
  • 90/254/EWG (Zuchtvereinigungen und Zuchtorganisationen, die Zuchtbücher für….),
  • Richtlinie 89/361/EWG (… über reinrassige … -ziegen)

Voraussetzungen für die Körung

Die Ziegen müssen reinrassig sein und die entsprechenden Abstammungsnachweise müssen vorliegen.
Soweit noch nicht erfolgt, müssen mit den Marktanmeldungen auch die Kennzeichnungs- und Wiegelisten eingereicht werden.
Die gesamte Ohrmarken-Kennzeichnung muss angegeben werden!

Der Züchter hat zu prüfen, ob die Mütter schon bewertet wurden, andernfalls müssen Sie den Fachberater bitten, dies nachzuholen. Beurteilungen bei Prämierungen, soweit sie nicht von einem bayerischen Fachberater vorgenommen wurden, sind nicht gültig.

Für die Züchter mit Milchziegenrassen gilt folgende Leistungsanforderung an die Bockmütter:
„Nach den jetzt vorliegenden Leistungsabschlüssen von 2010 gelten, entsprechend der Verordnung über die Leistungsprüfungen und die Zuchtwertfeststellung bei Schafen und Ziegen, für die Ermittlung des Zuchtwertteils Milchleistung bei der Körung von Ziegenböcken für 2010 folgende Mindestanforderungen bei der 240-Tage-Leistung."

Ziegen, 1. Laktation (Erstlingsziegen)

durchschnittliche 240-Tage-Leistung 17,7 Fett kg
  17,0 Eiweiß kg
  34,7 Fett/Eiweiß kg
abzüglich 20 % Standardabweichung 6,9 kg
Mindestanforderung 27,8 Fett/Eiweiß kg

 Ziegen, ab der 2. Laktation

durchschnittliche 240-Tage-Leistung 21,9 Fett kg
  20,9 Eiweiß kg
  42,8 Fett/Eiweiß kg
abzüglich 20 % Standardabweichung 8,6 kg
Mindestanforderung 34,2 Fett/Eiweiß kg

 Entsprechend der o.g. Verordnung sind für den Zuchtwertteil Milchleistung die Leistungsmerkmale Fett- und Eiweißmenge bestimmend, ermittelt in der 240-Tage-Leistungskontrolle.

Liegt für eine Ziege eine 240-Tage-Leistung noch nicht vor, müssen beide Großmütter die gestellten Anforderungen erfüllen.

Tiere dürfen nur aus CAE-unverdächtigen Betrieben stammen und die Tiere dürfen auch sonst keine Krankheiten aufzeigen. Sie werden am Markttag zusätzlich vom Veterinär untersucht.

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