Pinzgauer Strahlenziege

Die Strahlenziege ist eine kräftig gebaute große stämmige Gebirgsziege mit langgestrecktem Körper. Die Tiere sind meist behornt, wobei auch die Geißen ein besonders mächtiges Horn entwickeln.

Die Grundfarbe ist pechschwarz bis schwarzbraun mit den weißen Abzeichen der Bezoarziege. Die namengebenden weißen Strahlen im Gesichtsfeld reichen von der Hornbasis bis zum Maul. Bei männlichen erwachsenen Tieren sind die weißen Strahlen im Gesicht unterbrochen und nur wenige Zentimeter lang. Die Gliedmaßen sind vom Vorderfußgelenk und Sprunggelenk abwärts ebenfalls weiß geschient und von einem schmalen schwarzen Streifen durchzogen. Weiß sind weiters die Umgebung des Mauls sowie die Innenseite der Ohren und der Bereich des Afters.

Das Haarkleid ist kurz bis mittellang. In ihren Eigenschaften ähnelt die Strahlenziege jenen der Pinzgauer Ziege, wobei die gute Milchleistung und das ruhigere Temperament hervorzuheben sind. Sie ist eine robuste, und genügsame Gebirgsziegenrasse, die für extreme Haltungsbedingungen gut geeignet ist.

Herkunft

Die „Pinzgauer Strahlenziege“ oder „gestriemte Ziege“ gilt neben der gemsfärbigen Pinzgauer Ziege als alte bodenständige Ziegenrasse des Salzburger und Tiroler Alpenraumes.

Diese pechschwarzen Ziegen mit ihrer attraktiven Strahlenzeichnung waren bis zum 2. Weltkrieg noch häufig in den Gebirgsgauen von Vorarlberg bis Kärnten anzutreffen. Die Rassebereinigung im Dritten Reich machte jedoch auch vor den heimischen Ziegenrassen nicht halt und führte u.a. zu einem Haltungsverbot der Pinzgauer Strahlenziege.

Der heutige Bestand an Strahlenziegen beschränkt sich auf kleinere Herden im Salzburger Pinzgau und in Tirol.

Zuchtziel

Erhaltung des Phänotyps und der genetischen Vielfalt.

Eigenschaften

  • Fruchtbarkeit: 127%
  • Hornung: gehörnt
  • Milchleistung: wird leistungsmäßig nicht erfasst
  • Erstlammalter: 11 Monate
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