Tauernschecken Ziege

Die Tauernschecken sind mittelrahmige Ziegen mit einem stabilen Fundament und zeichnen sie sich durch hochangesetzte gut ausgebildete Euter mit einer ansprechenden Milchleistung aus.

Wie der Name sagt, ist die Rasse sehr lebhaft gefärbt. In der Scheckung sind schwarz, braun und weiß gleichermaßen vertreten, mitunter auch nur schwarz-weiß, wobei im Schulterbereich schwarze und braune Abzeichen, sowie eine weiße Blässe am Kopf, als charakteristisch gelten. Augen und Ohren sind pigmentiert. Die Beinfarbe ist schwarz bis gescheckt.

Das Haarkleid ist kurz und ohne Behang. Beide Geschlechter sind gehörnt. Bei natürlicher Haltung sind die Tauernschecken sehr fruchtbar und besitzen ausgeprägte Muttereigenschaften.

Herkunft

Die Tauernschecken sind eine robuste, vitale und trittsichere österreichische Gebirgsrasse, die ihren züchterischen Ursprung im Raum der Hohen Tauern haben (Rauristal und Osttirol). Die dortigen Ziegenhalter waren schon immer bestrebt, Ziegen zu züchten, welche auf Grund ihrer Scheckung bei jeder Wettersituation auf den Hochalmen leichter zu finden waren.

Erste Erwähnungen und Bilddarstellungen gescheckter Ziegen lassen sich bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Mit dem Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg wurden die Ziegenbestände und die Ziegenalpung stark zurückgedrängt. Durch besondere Bemühungen weniger Idealisten ist es gelungen, die hochgefährdete Rasse vor dem endgültigen Untergang zu bewahren.

Zuchtziel

Erhaltung des Phänotyps und der genetischen Vielfalt.

Eigenschaften

  • Fruchtbarkeit: 170%
  • Hornung: gehörnt
  • Milchleistung: wird leistungsmäßig nicht erfasst
  • Erstlammalter: 11 Monate

Bilder

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